Selbsttest nach der EMOSOPHIE®
Narzisstische Mutter: der Test
Fachliche Grundlage: Marion Kohn, „Keine Liebe“ (2018)
Vielleicht bist du längst erwachsen und fragst dich trotzdem nach jedem Anruf, was da gerade passiert ist. Ob deine Mutter narzisstisch ist oder war, erkennst du selten an großen Szenen. Es sind die Bedingungen, die an ihrer Liebe hingen, die Schuldgefühle, die zuverlässig kamen, und das Gefühl, als Kind für ihre Stimmung verantwortlich gewesen zu sein. Du bildest dir das nicht ein. Dieser Test achtet auf die markanten Merkmale, auch bei der verdeckten, aufopfernden Form, und er funktioniert genauso, wenn der Kontakt heute kaum noch besteht. Es gibt eine Ursache und einen Weg, und deinen Teil kannst nur du lösen. Am Ende bekommst du eine Einordnung, keine Diagnose.
Um wen geht es?
Wir fragen nie nach einem Namen. Die Auswahl ändert nur, wie die Aussagen formuliert sind.
26 Aussagen · etwa 4 Minuten · kostenlos · ohne Anmeldung · deine Antworten bleiben auf deinem Gerät und werden nicht gespeichert

Woran du eine narzisstische Mutter erkennst
Die verdeckt narzisstische Mutter: aufopfernd nach außen, fordernd nach innen
Narzisstische Mutter und erwachsene Tochter: warum es dich heute noch trifft
Toxische Mutter oder narzisstische Mutter? Was der Test unterscheidet
Emotionale Erpressung: das stärkste Werkzeug
Warum der Test auch nach dir fragt
Was nach dem Ergebnis kommt
Alle 26 Aussagen im Überblick
Wenn du lieber erst liest, worum es geht, findest du hier den vollständigen Fragebogen. Im Test selbst erscheint jede Aussage einzeln, und du gibst an, wie oft du sie so erlebst.
Über diese Person
- Wenn ich echte Nähe suche, blockt diese Person ab oder zieht sich zurück.
- Diese Person zieht das eigene Ding durch, auch wenn ich damit ein Problem habe, und gibt mir keine Sicherheit.
- Diese Person sagt nie ein ehrliches „Es tut mir leid".
- Auf einen Fehler hingewiesen, wird diese Person kühl, entzieht sich oder schiebt es mir zu.
- Wenn ich etwas erwarte oder erbitte, fühlt diese Person sich schnell unter Druck gesetzt, reagiert vielleicht sogar genervt und geht in Abwehrhaltung.
- Wenn ich Kritik äußere, dreht diese Person es so, dass am Ende ich schuld bin, und scheint das selbst zu glauben.
- Diese Person will meine Gefühle und Befindlichkeiten nicht sehen oder ist von ihnen überfordert.
- Diese Person ist neidisch und missgünstig, auch mir gegenüber.
- Diese Person redet über andere Menschen, als wären sie Idioten.
- Diese Person wurde schon von anderen als narzisstisch bezeichnet.
Jetzt geht es um dich
- Ich stelle das Wohl anderer über meines, weil ich von Herzen will, dass es dem anderen gut geht. Ich helfe gern und nicht, weil es erwartet wird.
- Ich nehme mich zurück, weil ich mich nicht traue, meine Meinung zu sagen, oder weil ich denke, mein Bedürfnis sei nicht so wichtig. Oft weiß ich gar nicht, was ich will.
- Ich klammere und bemuttere die Menschen, die ich liebe.
- Bei Beziehungsproblemen nehmen meine Gedanken und Gefühle überhand. Ich bin darin wie gefangen und kann nicht loslassen.
- Ich lasse mich eher von meinen Gefühlen leiten. In emotionalen Situationen fällt es mir schwer, den Verstand einzuschalten.
- Emotionale Nähe kann ich nicht richtig zulassen.
- Ich mache lieber einfach mein Ding, egal ob der andere damit ein Problem hat.
- Ich entschuldige mich nicht. „Es tut mir leid" sage ich praktisch nie.
- Fehler gestehe ich nicht ein, selbst wenn man mich darauf hinweist. Ich bleibe kühl, entziehe mich oder schiebe es dem anderen zu.
- Ich fühle mich schnell unter Druck gesetzt, wenn jemand etwas von mir erwartet oder verlangt.
- Dinge für andere zu tun, ist mir zu viel. Wenn ich es von mir aus tue, ist es in Ordnung, aber nicht, wenn es von mir erwartet wird.
Wie es dir damit geht
- Ich fühle mich nicht gesehen, komme nicht dagegen an und leide darunter.
- Ich zweifle immer öfter an meiner eigenen Wahrnehmung.
- Ich richte mein Verhalten stark danach aus, Streit mit dieser Person zu vermeiden.
- Es bringt nichts, wenn ich etwas sage. Es ist ein Kampf, meine Bedürfnisse bei dieser Person durchzusetzen.
- Ich habe Angst vor dieser Person.
Häufig gestellte Fragen
Ist der Test kostenlos?
Ja, vollständig, ohne Anmeldung und ohne E-Mail-Adresse. Deine Antworten bleiben auf deinem Gerät und werden nicht gespeichert, solange du das nicht ausdrücklich willst.
Ist das eine Diagnose?
Nein. Der Test ist eine Orientierung und beschreibt Muster in der Beziehung zu deiner Mutter. Er stellt keine Diagnose und ersetzt keine Psychotherapie oder ärztliche Behandlung.
Meine Mutter ist alt oder lebt nicht mehr. Ergibt der Test noch Sinn?
Ja. Der Test fragt danach, wie du sie erlebt hast, nicht danach, wie der Kontakt heute aussieht. Viele machen ihn gerade deshalb, weil die Prägung bleibt, auch wenn die Mutter alt ist, der Kontakt ruht oder sie verstorben ist. Das Ergebnis hilft, die eigene Geschichte einzuordnen, ohne dass sich an ihr noch etwas ändern müsste.
Warum trifft es so oft die empathische Tochter?
Weil Einfühlung in dieser Konstellation zur Aufgabe wurde. Das Kind, das die Stimmung der Mutter am besten lesen konnte, wurde zu ihrer Reguliererin, und dieses Muster läuft im Erwachsenenleben weiter. Deshalb fragt der Test ausdrücklich auch nach deiner gebenden Seite und wertet sie mit aus.
Sagt der Test auch etwas über die Folgen für mich?
Er ordnet ein, was in dieser Beziehung sichtbar wird, bei ihr und bei dir, einschließlich deiner gebenden Seite und deiner Belastung. Die typischen Langzeitfolgen einer solchen Kindheit, vom strengen inneren Kritiker bis zu Schuldgefühlen bei jeder Abgrenzung, vertieft unsere Ratgeber-Seite zu den Spätfolgen, mit dem, was dagegen wirkt.
Gilt der Test auch für den Vater?
Ja. Wähle oben einfach „mein Vater" aus, die Aussagen passen sich an. Das Muster ist kein Frauenthema; bei Vätern tritt es nur häufiger in der offenen, dominanten Form auf.
Und wie ist es bei dir selbst?
Beide Muster stammen aus derselben Wurzel. Wer wissen will, warum ausgerechnet er in solche Beziehungen gerät, sieht am besten auch auf die eigene Seite.
Bin ich ein Narzisst?